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Bolivien 2016

6 Naturfreunde aus Vöcklabruck bestiegen 2 6000er in Bolivien

 

10 Naturfreunde darunter 6 Mitglieder der Naturfreunde Vöcklabruck (Christa und Ernst Bergthaller, Annemarie Herzenauer, Mag. Johannes Zauner, Helmut Kuntner, Franz Binder) fanden sich zusammen und organisierten sich eine 3 wöchige Reise nach Bolivien um dort ihrem Bergsteigerhobby zu frönen.

 

Höhenbergsteigen ist eine faszinierende Angelegenheit, ist doch das Unterfangen mit Reisen in ferne Länder und mit Kontakt zu fremden Kulturen verbunden. Oftmals wird ein Gipfelsieg nur auf die Höhe und die Dauer des Anstieges reduziert. Wie oft zitiert, ist aber tatsächlich der Weg das Ziel.

 

So waren die ersten Tage der Reise, auch wegen der nötigen Akklimatisation, als Kulturreise in der weißen Stadt Sucre und in den Silberminen von Potosi angelegt. Hier gab es auch Eindrücke über das Leben, die Bräuche und die Mythen der Bevölkerung. Auch die imposante Salzwüste im Nationalpark Avaroa wurde besucht.

 

Am achten Tag der Reise erreichten alle Teilnehmer in einem 6 stündigen Aufstieg den 6038 m hohen Acotango im Nationalpark Sajama, ein alpintechnisch zwar relativ einfacher Berg, die Höhe und ein Sandsturm mit Windböen um 100 km/h waren für  die Bergsteiger dennoch herausfordernd. So musste Helmut Kuntner nach dem Abstieg ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, da der Sand in den Augen eine massive Bindehautentzündungen mit nahezu völligem Verlust des Sehvermögens verursachte.

 

Nach einem viertägigen Regenerationstrekking im Hochland von Apolomabma in der Nähe von La Paz wo auch Pässe über 5200m bestiegen wurden , brach die Gruppe nach Alta Cruz Pampa im Gebiet der Königskordillere auf, um den 6074m hohen Chachacomani zu besteigen. Eine interessante und anspruchsvolle Bergtour mit langem Gletscher-Anstieg durch selten begangenes Gebiet. Das Hochlager liegt auf 5200 m Seehöhe, direkt am Gletscherrand. Hier wurde die Gruppe von ausgeprägtem Büßereis überrascht, harte senkrechte Eiszacken, die das Gehen zum Balanceakt machen, und dadurch höchste Konzentration erforderte. Nach rund 7 Stunden Aufstieg erreichten die einzelnen Seilschaften den Gipfel. Der Ausblick über die gesamte Cordillera Real  bis zum Titicacasee entschädigte die Anstrengungen.

 

Als Belohnung für die vielen Mühen des Aufstiegs buchte die Gruppe zum Abschluss eine 70 km Mountainbiketour über die berüchtigte Death Road von La Paz nach Coroico. Eine sich wild über senkrechte Abbrüche schlängelnde Schotterstraße.

 

Eine beeindruckende Tour also, die abseits des touristischen Hauptstromes Kulturseise und Bergsteigen vereinte.

Bolivien 2016
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In der Salzwüste
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